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Beiträge aus der Kategorie ‘Resümees’

Fünf Monate unterwegs: Resümee einer Auszeit

Nepal_Durga_FestivalLemaire_Kanal_Fels_EisEinfach spitze: Straßendeko in einem nepalischen Dorf für das Durga-Fest, Goldberg im Lemaire-Kanal vor der Antarktischen Halbinsel

Wo war es am schönsten auf eurer Reise? Oder: Wohin würdet ihr noch einmal reisen wollen? Und: Woran erinnert ihr euch besonders gern? Natürlich auch: Was habt ihr am meisten vermisst? Das sind die typischen Fragen, die uns Freunde und Kollegen nach unserer Rückkehr gestellt haben. Und es sind auch die Fragen, die wir hier – statt eines Resümees – beantworten wollen. Weiterlesen

Australien: Abschied von downunder. „Hooroo Sydney – Moin, moin Hamburg“

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Letzte Blicke: vom Flughafen auf Sydney und vom Flugzeug auf das Land downunder

Ein Reisebericht von Susanne Baade und Dirk Lehmann

Es wird ein Flug ins Glück. Denn nach den Daten, die im Happy Planet Index veröffentlicht sind, ist Deutschland ein glücklicheres Land als Australien. Laut Glücks-Index, ein Wert, der sich zusammen setzt aus dem Wohlgefühl der einzelnen, der durchschnittlichen Lebenserwartung und dem ökologischen Fußabdruck des Landes, liegt Deutschland auf Rang 46 mit einem Wert von 47,2. Auf Platz 76 finden wir Australien mit einem Wert von 42,0.

Doch wenn man die Daten im Detail betrachtet, ergibt sich ein neues Bild: Was ihre persönliche Zufriedenheit betrifft, stehen die Australier weltweit auf Rang 8, die Deutschen deutlich dahinter auf Platz 27. In Sachen Lebenserwartung wuchten sich die Aussies auf Platz 4, während die Deutschen mit ihrem um anderthalb Jahre niedrigeren durchschnittlichen Sterbealter von 80,4 auf Rang 19 liegen. Hier zeigt sich, welchen Einfluss das persönliche Glück auf die Lebenserwartung hat, denn in den Berichten der Weltgesundheitsorganisation WHO gelten die Australier als übergewichtig, faul und herzinfarktgefährdet – und werden trotzdem älter als die Deutschen. Auch in anderen Faktoren haben uns die Australier überholt, das Durchschnittseinkommen ist höher, selbst im Governance Ranking, einem Gradmesser für die Stabilität und Sicherheit eines Staates, liegt downunder vorn. Weil der ökologische Fußabdruck der Aussies so miserabel ist, führt Deutschland im Glücksindex. Weiterlesen

Südamerika: Adiós Santiago de Chile – Gidday Adelaide

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Eiswolke und Abendglut: Eine Erinnerung an unsere Antarktis-Reise ist diese Spiegelung im Südpolarmeer. Hinter den Fenstern des Hotels in Santiago de Chile geht die Sonne unter – es ist etwa 30 Grad warm

Ein Reisebericht von Susanne Baade und Dirk Lehmann

Ein schwerer Lastwagen? Ein Zug? Das Brummen und Dröhnen und Rütteln jedenfalls ist so deutlich spürbar, dass ich im Bett aufschrecke. Susanne schläft noch. Ich gehe an das große Panoramafenster. Doch kann nichts besonderes erkennen. Inzwischen hat die Vibration wieder aufgehört. Unten staut sich der Berufsverkehr. Und selbst wenn dort ein besonders lauter Lkw gefahren wäre, würde ich ihn hier oben in der 18. Etage überhaupt hören? Weiterlesen

Alavida Delhi – Buenos días Buenos Aires

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Vergangenheit im Nebel: Das Grab von Humayun war Vorbild für das Taj Mahal, die Moschee Qutb Minar wurde im 12. Jahrhundert errichtet – nach der Eroberung Indiens durch Moslems

Ein Reisebericht von Susanne Baade und Dirk Lehmann

Das Flugzeug setzt zur Landung an, sirrend verstellen sich die Tragflächen, rumpelnd faltet sich das Fahrwerk aus, und doch ist von der Stadt unter uns nichts, aber auch gar nichts zu sehen. Eine Metropole im Smog, 16 Millionen Menschen unsichtbar. In Delhi endet unser Sabbatical in Nepal und Indien, von hier reisen wir weiter nach Südamerika und in die Antarktis. Doch bevor wir ins ewige Eis fahren, geht es in den warmen Winter der indischen Hauptstadt. Es ist früher Nachmittag, und die Sonne klebt im Himmel wie die schwache Funzel in einer verrauchten Kellerbar.

Über die Ursachen der Luftverschmutzung streiten die Inder. Die Bürgermeisterin Delhis macht die umliegenden Gemeinden verantwortlich, weil da die Bauern noch immer Stroh, Holz und Müll verbrennen. Die meisten Wissenschaftler verweisen auf den unkontrolliert wachsenden Straßenverkehr, mehr als 1000 Fahrzeuge werden pro Tag neu zugelassen. Jedenfalls, so FAZ-Autor Jochen Buchsteiner, haben die Bewohner Delhis seit Wochen keine Schatten mehr. Weiterlesen

Portugal: Adeus Lisboa – Namaste Kathmandu

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Portugal im Sommer: Radtour am Fluss Tejo, vorbei am fast 500 Jahre alten „Torre de Belem“

Ein Reisebericht von Susanne Baade und Dirk Lehmann

Bequem sind wir geworden. Unsere Wohnung in Lissabon ist ein perfekter Ruheort: Aus jedem Zimmer und von der Terrasse blickt man über die Stadt, Richtung Tejo, den Stadtteil Graça oder die Baixa, und im Garten unter dem Orangenbaum steht eine Liege. Unsere Aktivitäten beschränken sich momentan auf Einkaufen und Ausruhen.

Doch heute ist Dirk unruhig. Er hat gestern einen Rennradfahrer gesehen, den ersten in Lissabon, und hat nun Phantomschmerzen. Ich habe den Verrückten auch beobachtet, wie er zwischen Autos und Straßenbahnen die schmale Kopfsteinpflasterstraße hinunter gerast ist. Es sah gefährlich aus, und deshalb bin ich ein wenig zurückhaltend als Dirk vorschlägt, Fahrräder auszuleihen. Weiterlesen

Bye, bye Vancouver – bom dia Lisboa

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Zimmer 2001 im Four Seasons Vancouver: ein Raum, perfekt für Fernseher

Wenn die Hotel-Fee zu mir käme und mir sagte, ich hätte drei Wünsche frei, so wäre einer, dass ich immer in einem Four Seasons wohnen dürfe. Die Zimmer sind mit antiken Möbeln eingerichtet, dicke Teppiche umschmeicheln die Füße, im Bad stehen Kosmetik-Produkte von L’Occitaine, und der Roomservice serviert das Club-Sandwich in weniger als 30 Minuten (es kostet alllerdings 20 Dollar; jetzt kann man sich leicht denken, was einer meiner beiden anderen Wünsche an die Hotel-Fee wäre…). Neben klassischen Grand-Hotel-Qualitäten überrascht das Haus in Vancouver mit einem coolen Restaurant, im Yew kann man auch „Vegan Tacos“ bestellen, und uns bei der Ankunft mit einem über der Rezeption hängenden Mobile aus Carbon-Rennrädern von Focus und Pinarello – es ist ein Gruß an die Teilnehmer eines Radrennens (selbstverständlich dürfen die ihre Bikes mit aufs Zimmer nehmen). Weiterlesen

Kanada: In „Omas Schrankwand“ von Calgary nach Vancouver – der Norden von British Columbia und weitere tolle Campgrounds, Teil 2

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Ein Reisebericht von Susanne Baade und Dirk Lehmann

Camper sind eine große Gemeinschaft. Und auf kanadischen Campgrounds scheint diese Regel in besonderem Maß zu gelten – zwischen Wohnmobilen und Zelten kommt man immer wieder mit anderen ins Gespräch. Mal bleibt jemand freundlich neugierig stehen und will wissen, woher wir kommen. Mal hilft jemand, etwa als wir im kathedralengroßen Motorraum unseres Monstertrucks nach dem Öl-Peilstab suchen, es stellt sich zum Glück heraus, dass Omas Wandschrank nicht auch noch ein Ölbrenner ist (überhaupt ist es an der Zeit, unseren braun-beigen Klawitter-Bus zu loben, so genossen wir doch sehr dessen Komfort als ein Gewitter über den Green Lake zog, es schüttete, die Temperaturen sanken auf 5 Grad, aber wir saßen im Wagen, die Heizung lief, wir tranken Tee, schrieben, lasen); ein Camper erzählte, dass sein E-450 rund 30 Liter Benzin auf 100 Kilometer verbraucht, denn er müsse noch ein Boot ziehen. Aber wir schweifen ab… Weiterlesen