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Beiträge aus der Kategorie ‘Kanada’

Brenda und das kläffende Dutzend

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Kanada: Eine Luxus-Herberge in perfekter Lage – die Fryatt-Hut in den Rocky Mountains

Für diesen kleinen Film müssen wir uns eigentlich entschuldigen. Weil wir für das Trekking in die „Sidney Vallence Fryatt Hut“ des Alpine Club of Canada so wenig Ballast wie möglich schleppen wollten, haben wir das Ladegerät der Kamera nicht mitgenommen. Und dann passiert genau das, was in einer solchen Situation nicht passieren sollte: Während wir unsere Etwas andere Hotelführung durch die großartig gelegene Hütte in den Rocky Mountains drehen, gibt der Akku seinen Geist auf. Und auch die Bloggie, die kleine Videokamera, die wir dabei haben, hat nicht mehr genug Saft. Wir filmen mit dem iPhone weiter, und später schneiden wir aus all den verschiedenen Formaten dieses Patchwork-Filmchen. Sorry dafür. Er vermittelt dennoch einen ganz guten Eindruck von dem Ort, an dem wir uns ganz wohl gefühlt haben. Bloß zwei Einschränkungen gibt es: Wegen der fiesen Viecher kann man die Terrasse kaum nutzen, besonders Dirk wurde von den Mücken gepiesackt. Und Susanne ging nie ohne Bären-Spray zum Klo.

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Bye, bye Vancouver – bom dia Lisboa

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Zimmer 2001 im Four Seasons Vancouver: ein Raum, perfekt für Fernseher

Wenn die Hotel-Fee zu mir käme und mir sagte, ich hätte drei Wünsche frei, so wäre einer, dass ich immer in einem Four Seasons wohnen dürfe. Die Zimmer sind mit antiken Möbeln eingerichtet, dicke Teppiche umschmeicheln die Füße, im Bad stehen Kosmetik-Produkte von L’Occitaine, und der Roomservice serviert das Club-Sandwich in weniger als 30 Minuten (es kostet alllerdings 20 Dollar; jetzt kann man sich leicht denken, was einer meiner beiden anderen Wünsche an die Hotel-Fee wäre…). Neben klassischen Grand-Hotel-Qualitäten überrascht das Haus in Vancouver mit einem coolen Restaurant, im Yew kann man auch „Vegan Tacos“ bestellen, und uns bei der Ankunft mit einem über der Rezeption hängenden Mobile aus Carbon-Rennrädern von Focus und Pinarello – es ist ein Gruß an die Teilnehmer eines Radrennens (selbstverständlich dürfen die ihre Bikes mit aufs Zimmer nehmen). Weiterlesen

Kanada: Happy in urbanisation – vom Campground in die City von Vancouver

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Kanada in a nutshell: Vancouver Island hätte einen längeren Besuch verdient – die Insel ist etwa so groß wie die Schweiz, überzeugt mit wundervollen Stränden und schneebedeckten Bergen

Ein Reisebericht von Susanne Baade und Dirk Lehmann

Auf dem Fährterminal bei Nanaimo werden wir angewiesen, „Omas Schrankwand“ in Spur 32 zu parken, wo wir darauf warten, mit der Fähre von Vancouver Island nach Vancouver überzusetzen. Wir fühlen einen seltsamen Phantomschmerz. Der erklärt sich erst, als wir mit einem Kaffee vor dem Popcornstand sitzend in die milde Mittagssonne blinzeln und dem Hardrock zuhören, der aus dem schwachbrüstigen Radio des älteren Verkäufers plärrt (Rock und Heavy Metal sind der Pop Kanadas): Wir haben eigentlich viel zu wenig Zeit gehabt für diese Insel, die so groß ist wie die Schweiz. Nur von Ferne haben wir die schneebedeckten Berge im Landesinnern gesehen, die tiefblauen Seen, nur auf Durchfahrt die gar nicht so amerikanisch anmutenden Dörfer und die fast viktorianischen Städte mit ihren Stränden, das Licht flirrte durch Kiefern und Pinien. Wir müssen unbedingt wieder kommen, Vancouver Island ist Kanada „in a nutshell“.

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Jetzt trägt uns das Schiff über die Strait of Georgia. Die Sonne scheint, in den windgeschützten Bereichen der Decks sitzen und liegen die Kanadier und genießen die zweistündige Seereise, am Horizont manifestieren sich – noch winzig klein – die ersten Hochhäuser der Skyline. Weiterlesen

Kanada: In „Omas Schrankwand“ von Calgary nach Vancouver – Inside Passage und noch mehr schöne Campgrounds, Teil 3

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Ein Reisebericht von Susanne Baade und Dirk Lehmann

Trööt, trööt, trööt. Der Warnton aus dem iPhone ist kein schönes Geräusch. Erst recht nicht um 4.30 Uhr morgens an einem Wochenende in den Ferien. Doch schon seit Monaten wissen wir, dass dieser Tag mitten in der Nacht beginnen wird. Seit Wochen planen wir unsere Reise auf diesen Term hin. Und manchmal hat es uns auch genervt, dass wir all die vielen Kilometer fahren „müssen“, um in Prince Rupert auf die Fähre zu rollen, die uns nach Port Hardy auf Vancouver Island bringen wird. Es entschädigt uns aber das Wissen, dass die Inside Passage als Schmuckstück in der Motiv-Sammlung für jeden Seh-Fahrer gilt. Dass sie auch so viel kostet wie ein Einkaräter, soll ebenfalls nicht unerwähnt bleiben. Und doch haben wir uns von Anfang auf die Fahrt durch die Inselwelt vor der Küste British Columbias gefreut. Weiterlesen

Kanada: In „Omas Schrankwand“ von Calgary nach Vancouver – der Norden von British Columbia und weitere tolle Campgrounds, Teil 2

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Ein Reisebericht von Susanne Baade und Dirk Lehmann

Camper sind eine große Gemeinschaft. Und auf kanadischen Campgrounds scheint diese Regel in besonderem Maß zu gelten – zwischen Wohnmobilen und Zelten kommt man immer wieder mit anderen ins Gespräch. Mal bleibt jemand freundlich neugierig stehen und will wissen, woher wir kommen. Mal hilft jemand, etwa als wir im kathedralengroßen Motorraum unseres Monstertrucks nach dem Öl-Peilstab suchen, es stellt sich zum Glück heraus, dass Omas Wandschrank nicht auch noch ein Ölbrenner ist (überhaupt ist es an der Zeit, unseren braun-beigen Klawitter-Bus zu loben, so genossen wir doch sehr dessen Komfort als ein Gewitter über den Green Lake zog, es schüttete, die Temperaturen sanken auf 5 Grad, aber wir saßen im Wagen, die Heizung lief, wir tranken Tee, schrieben, lasen); ein Camper erzählte, dass sein E-450 rund 30 Liter Benzin auf 100 Kilometer verbraucht, denn er müsse noch ein Boot ziehen. Aber wir schweifen ab… Weiterlesen

Kanada: In „Omas Schrankwand“ von Calgary nach Vancouver – von den Bergen in die Wüste und die besten Campgrounds, Teil 1

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Hinterm Horizont geht es weiter: Eine perfekte Straße für das eigene Road-Movie

Ein Reisebericht von Susanne Baade und Dirk Lehmann

Weite fasziniert mich seit meiner Kindheit. Es gibt Wald-Menschen, die glücklich sind, wenn sie unter hohen Bäumen stehen und das Rauschen der Blätter hören. Es gibt Stadt-Menschen, für die es nichts schöneres geben kann, als in einem Straßencafé zu sitzen. Es gibt Berg-Menschen und Meer-Menschen und Menschen-Menschen und Menschen wie mich, die sich vor allem nach Weite sehnen, nach Abstand, nach dem Gefühl der Freiheit.

Susanne hingegen mag zwar die Weite, doch Einsamkeit ist ihr nicht geheuer. Und so stellte sich schon bald die Frage: Wie finden wir Weite und Abwechslungsreichtum (Susanne sagte, sie wolle nicht tagelang durch einförmige Landschaft fahren, was ich unverständlich finde), wie kombinieren wir Abgeschiedenheit und Belebtheit (Susanne würde gern mal durch eine Kleinstadt schlendern, nun ja…) – kurz: Wie kann man verschiedene Bedürfnisse in einer Reise befriedigen?

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In der Weite Kanadas empfinden wir das Eisenbahner-Kaff Revelstoke schon als sehr urban Weiterlesen

Kanada: In „Omas Schrankwand“ von Calgary nach Vancouver – worauf man achten sollte, wenn man ein Wohnmobil mietet

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Im Himmel über Calgary: Wolken, Straßenschilder und die Sehnsucht nach Weite

Ein Reisebericht von Susanne Baade und Dirk Lehmann

Stau. Stoßstange an Stoßstange schieben sich Pkw und Lastwagen über den Highway in Calgary. Stau. Mehr als Schritttempo geht nicht. Was für viele Autofahrer eine Alltagserfahrung sein mag, kommt uns nach Tagen der Abgeschiedenheit in den Rocky Mountains bizarr vor. So beginnt ein neuer Abschnitt unserer Kanada-Reise: Wir holen ein Wohnmobil ab, um damit von Calgary quer durch Alberta und British Columbia nach Vancouver zu fahren. Rund 3000 Kilometer. Eines der schönsten Road-Movies, das Kanada zu bieten hat. Es läuft allerdings nicht gut an, denn wir erleben vor allem eins – Stillstand.
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Entschleunigung vielleicht ein wenig zu wörtlich genommen: Stau auf der Stadt-Autobahn

Viel später als geplant erreichen wir den Vermieter Go West. Der Wohnmobil-Markt in Kanada ist umkämpft, viele Anbieter, viele Fahrzeuge, viele Preismodelle. Im Sommer sind die Wagen erst teuer und dann rar. Wir hatten uns zu spät darum gekümmert, hätten gern einen kompakten Camper-Van mit einem sparsamen Dieselmotor gehabt. Doch günstige Selbstzünder gibt es nur wenige, kleine Fahrzeuge sind immer als erste weg, und am Ende buchten wir ein 25-Fuß-RV mit Benzin-Motor. Da war uns noch nicht so richtig klar, wie groß ein mehr als acht Meter langer Wagen ist.

Jetzt stehen wir auf dem Hof von Go West – im Schatten eines nicht nur sehr langen, sondern auch 2,5 Meter breiten und fast vier Meter hohen Wohnmobils. Es ist weiß wie ein Kühlschrank. Und auch so kantig.
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Hier beginnt unser Abenteuer: Auf dem Hof von Go West übernehmen wir das Wohnmobil

Mehr als eine Stunde dauert die Übernahme des Wagens. Sehr gründlich geht der Mitarbeiter von Go West mit uns um das Auto herum, verzeichnet jeden Lackkratzer im Protokoll, erklärt den Unterschied zwischen Frischwassertank und Wasserdirektanschluss, zwischen Grau- und Schwarzwasser, zwischen 15 Ampere und 30 Ampere, zwischen Heizung und Klimaanlage. Und sagt schließlich, dass im Wagen eine Bedienungsanleitung liege. Zum Glück. Mir schwirren die Begriffe derart durch den Kopf, dass ich bestimmt den Wasserschlauch in den Schwarzwassertank gefädelt und durch das Klo das kleine Bad mit Waschbecken, WC und Sitzwanne geflutet hätte. Weiterlesen

Fryatt Hut, Teil 5: letzter Tag in der Einsamkeit der Rocky Mountains

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Sag zum Abschied leise Servus: letzter Blick aus der Fryatt Hut auf die Gipfel der Rockies

Beim Frühstück wissen wir noch nicht, dass dies unsere letzten Momente in Einsamkeit sein werden. Wieder scheint die Sonne, wieder kann man nicht draußen sitzen, weil einen Horseflies und Mücken den Garaus machen, und wir würden unser Anti-Bären-Reizgas sofort eintauschen gegen ein gut funktionierendes Insektengift. Wieder haben wir uns im Fluss gewaschen, und im Laufe des Morgens weitere (mindestens 2000) Fotos von den uns umgebenden Bergen gemacht, wie sich ihre Gestalt im Licht des beginnenden Tages von Minute zu Minute ändert.Wer neugierig auf die kleine Hütte in den Rocky Mountains ist, klickt auf das Youtube-Symbol und sieht sich unsere kurze Hotelführung an durch die Sidney Vallence Fryatt Hut – die Perle des Alpine Club of Canada.

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Fryatt Hut, Teil 4: entspannende Tage wie dieser

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Was macht man an einem Tag, an dem man eigentlich nichts machen muss? Man beobachtet die Erdhörnchen, wie sie auf der Wiese nach Futter suchen. Man hört den Kiefern zu, durch deren Nadeln der Wind rauscht. Man beobachtet einen Adler, der am Himmel kreist. Man hackt etwas Holz für den Kaminofen. Man macht sich noch einen Tee. Man liest im Buch und legt es wieder zur Seite. Ein Kolibri tanzt um einen Nadelbaum. Das Murmeltier watschelt in seiner seltsam schwankenden Gangart durch die Büsche. Wir gehen an den Creek und folgen ihm ein Stück bis zum Wasserfall. Mitten in den Fluten liegt ein großer Fels, den wir nach einiger Kletterei erreichen. Die Sonne wärmt den Stein, eine Brise vom Wasserfall hält Moskitos und Horseflies fern. Wir liegen im Fluss, versuchen eine Melodie zu erkennen im Sound des Wassers, wir staunen über Moose und Pflanzen, wie sie sich in den Fluten behaupten, und wir sehen den Wolken zu. Hier ein Film-Schnappschuss (mit Originalsound, den man sich allerdings laut wie eine vierspurige Umgehungsstraße vorstellen muss) von diesem perfekten Tag. Weiterlesen