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Beiträge aus der Kategorie ‘Argentinien’

Von Buenos Aires über Montevideo nach „Bremen“

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Fußball, Glaube, Widerstand – Straßenecke im Stadtteil La Boca von Buenos Aires, in dem die erfolgreichste Mannschaft Argentiniens ihr Heimatstadion hat: Boca Juniors

Ein Reisebericht von Susanne Baade und Dirk Lehmann

9 Stunden dauert der Flug von Delhi nach Mailand, 1 Stunde der nach Rom, 14 Stunden sind es dann nach Buenos Aires, macht 24 Stunden in drei Flugzeugen. Wer einmal um die halbe Welt fliegt – tatsächlich legen wir knapp 20.000 Kilometer zurück –, braucht gutes Sitzfleisch. Und etwas Glück.

Mehrere Airlines bieten Verbindungen für die Verbindung Delhi – Buenos Aires an, meist muss man zwei Mal umsteigen. Anfangs favorisierten wir die Verbindung über London und New York, günstiger Flug, mehrere Maschinen pro Tag. Doch dann schrecken uns die Visums-Regelungen der USA ab (selbst Transit-Passagiere brauchen eine ESTA-Genehmigung, das Gepäck muss in Amerika „identifiziert“ werden). Dass uns Sturm Sandy zudem einige Verspätung eingebracht hätte, war nicht absehbar. Weiterlesen

Alavida Delhi – Buenos días Buenos Aires

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Vergangenheit im Nebel: Das Grab von Humayun war Vorbild für das Taj Mahal, die Moschee Qutb Minar wurde im 12. Jahrhundert errichtet – nach der Eroberung Indiens durch Moslems

Ein Reisebericht von Susanne Baade und Dirk Lehmann

Das Flugzeug setzt zur Landung an, sirrend verstellen sich die Tragflächen, rumpelnd faltet sich das Fahrwerk aus, und doch ist von der Stadt unter uns nichts, aber auch gar nichts zu sehen. Eine Metropole im Smog, 16 Millionen Menschen unsichtbar. In Delhi endet unser Sabbatical in Nepal und Indien, von hier reisen wir weiter nach Südamerika und in die Antarktis. Doch bevor wir ins ewige Eis fahren, geht es in den warmen Winter der indischen Hauptstadt. Es ist früher Nachmittag, und die Sonne klebt im Himmel wie die schwache Funzel in einer verrauchten Kellerbar.

Über die Ursachen der Luftverschmutzung streiten die Inder. Die Bürgermeisterin Delhis macht die umliegenden Gemeinden verantwortlich, weil da die Bauern noch immer Stroh, Holz und Müll verbrennen. Die meisten Wissenschaftler verweisen auf den unkontrolliert wachsenden Straßenverkehr, mehr als 1000 Fahrzeuge werden pro Tag neu zugelassen. Jedenfalls, so FAZ-Autor Jochen Buchsteiner, haben die Bewohner Delhis seit Wochen keine Schatten mehr. Weiterlesen