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Lehmanns Liste: Schatz, lass uns die Stadt von oben ansehen – Riesenräder, weltweit

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Push:RESET – ein Paar auf Reisen sorgt für mehr Spaß unterwegs. Dazu präsentieren wir in ”Lehmanns Liste – überflüssiges Wissen aus der Welt des Reisens”. Es sind skurrile Fundstücke aus Tourististan, das ist das fantastische Land mit den Traum-Stränden und den Luxushotels zum Schnäppchenpreis, das Land, in das man als Fremder reist, und aus dem mal als Freund zurück kommt, das Land, in dem die Seelen immer nur das eine tun: baumeln. Hach ja.

Viel Spaß beim Lesen.

 

Renaissance der Riesenräder

Eine Sensation für 50 Cent pro Fahrt! Im Sommer 1893 eröffnete das erste moderne Riesenrad aus Stahl. Es hatte eine Höhe von 80,5 Meter und wurde für die Weltausstellung in Chicago konstruiert, gedacht als amerikanische Antwort auf den Eiffelturm. Eine Fahrt dauerte 20 Minuten und kostete 50 Cent. Erfinder war der Ingenieur George Washington Gale Ferris, und nach ihm heißt das Riesenrad in der englischsprachigen Welt noch heute „Ferris Wheel“. Für eine kurze Zeit gab es einen regelrechten Hype um diese Fahrgeschäfte, 1897 wurde zu Ehren des 50. Thronjubiläums von Kaiser Franz Joseph das knapp 65 Meter hohe Riesenrad im Wiener Prater eröffnet. Doch schon bald erlahmte das Interesse an den überdimensionalen Stahlrädern wieder, 1906 wurde auch das Original-Ferris-Wheel abgerissen und verschrottet.

Umso verblüffender, dass 1989 ein neuer Hype beginnt: Das 107 Meter hohe Cosmo Clock 21 wurde noch in einem Vergnügungspark in Yokohama errichtet, doch mit dem „London Eye“ entwickelt sich das Riesenrad zum Teil des Stadtmarketings, zur Touristenattraktion. Und hat jetzt nur noch herzlich wenig mit dem gemein, was der 1606 in Cornwall geborene, sich selbst schlicht „Traveller“ nennende Autor Peter Mundy beschrieb. Das „Millennium Wheel“ an der Themse gehört zu einem neuen Typ, die Gondeln werden auf dem Rad montiert. Viele weitere Destinationen wollen ähnliche errichten, und jedes neue sollte das bisher höchste überragen. Doch während die technischen Herausforderungen lösbar sind, scheitern viele Projekte am Geld. Die Kosten explodieren – und damit so manche Vision. Und doch sind noch einige Projekte in Planung: Das Bagdad-Eye soll 198 Meter hoch werden, das Beijing Great Wheel 208 Meter, das Dubai Eye 210 Meter und das Moscow View Wheel gar 220 Meter. Welches davon je gebaut wird?

 

Kürzlich eröffnete in Las Vegas das bisher höchste Riesenrad der Welt. Der „High Roller“ misst 167,6 Meter. Eine Fahrt dauert rund 20 Minuten und kostet tagsüber 24,95 Dollar, nach Einbruch der Dämmerung 34,95 Dollar.

Riesenräder der Welt

50 Meter – Brighton Wheel (siehe Foto)
65 Meter – Riesenrad im Prater, Wien
80,5 Meter – Original Ferris Wheel, Chicago (inzwischen abgebaut)
100 Meter – Grande Roue de Paris (inzwischen abgebaut)
107,5 Meter – Cosmo Clock 21, Yokohama
108 Meter – Shanghai Ferris Wheel
120 Meter – Melbourne Star
135 Meter – London Eye
160 Meter – Star of Nanchang
165 Meter – Singapore Flyer
168 Meter – High Roller, Las Vegas

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