Zum Inhalt springen

Hotel-Lyrik: Wie HRS seine Hotel-Angebote um-schreibt

dutch-design-hotel-amsterdam-artemis-lobby-©Hotelwebsite„Genießen Sie den romantischen Wasserblick“, heißt es in der Beschreibung des Buchungsportals HRS unter der Überschrift „Stadt der Grachten – Amsterdam“. Angeboten wird aktuell in den sogenannten „Deals“ (nein, dafür gibt es kein deutsches Wort) ein „Hotel Aramis“, angeblich für den halben Preis. Gemeint ist aber nicht das gleichnamige Budget-Apartment in der Innenstadt sondern das 4-Sterne-Hotel „Artemis“ in Amsterdam-Zuid, einem Hochhausstadtteil in der Nähe des Flughafen Schiphol. Doch soll es hier nicht um so einen banalen Fehler gehen. Vielmehr verblüfft die Lyrik, mit der man das Haus in den E-Mail-Angeboten anpreist: „Genießen Sie den romantischen Wasserblick des Restaurants, dessen Gestaltung durch Piet Mondrian und seine…“ Hier muss man auf „mehr“ klicken und wird auf die Website weiter geleitet.

Erst schmerzt die holprige Grammatik. Dann vor allem der falsche Eindruck. Überschrift und Text suggerieren, man blicke vom Restaurant auf eine Gracht. Wir hatten auch darüber nachgedacht, das Artemis zu buchen. Im solide gemachten, schicken 4-Sterne-Hotel bekommt man Doppelzimmer zu einem unschlagbar günstigen Preis schon ab 50 Euro pro Nacht (ohne Frühstück). Wir haben uns dagegen entschieden, weil das Artemis acht Kilometer vom Zentrum entfernt liegt, in einem Business-Park nahe der hier sechsspurigen Autobahn A4 und einer der wichtigsten Bahnlinien Amsterdams, die zum nur zwei Kilometer entfernten Flughafen führt, der immerhin der viertgrößte Europas ist (siehe Screenshot, das kleine rote A markiert das Hotel). Romantischer Wasserblick?

Artemis_Amsterdam_Googlemaps_pushresetWer sich der HRS-Lyrik hingibt, kann leicht den Eindruck gewinnen, vom Hotel blicke man auf eine der charakteristischen Wasserstraßen Amsterdams. Aber weit gefehlt. Sehr weit. Der Blick vom Restaurant geht auf ein Wasserbecken in einem Business-Park, der seit der „Krise“ – in den Niederlanden zur Zeit das Trendwort –  einer Geisterstadt gleicht. Viele Bürogebäude in Amsterdam-Zuid stehen leer.

Aber nicht nur die Lage-Beschreibung weckt falsche Erwartungen. Auch die Art, wie das Hotel charakterisiert wird: So heißt es über das Restaurant des Hauses, das mit seinem „modernen Design“ besticht, es sei „durch Piet Mondrian und seine Bewegung inspiriert“. Auf der Hotelwebsite wird dagegen das „Dutch Design Concept“ erwähnt, etwa die Klarheit und die „geometrischen Einflüsse“ von Mondriaan, Dudok und Rietveld. Und tatsächlich überzeugt das „Artemis“ mit einer gewissen Gradlinigkeit, die auch bedingt ist durch die Klötzchen-Architektur am Stadtrand.

Gradlinig ist auch die Preispolitik. 20 Euro kostet das Frühstück pro Person, 20 Euro der Parkplatz (ist im Preis des HRS-Arrangements allerdings enthalten), 2,40 Euro die Fahrt mit der Tram in die Stadt, die Reise dauert allerdings mindestens eine halbe Stunde. Viele Gäste bemängeln zudem die Geruchs- und Geräuschbelästigung, das WC, so heißt es tatsächlich in mehreren Kritiken, sei nur durch eine nicht dicht schließende Glastür vom Raum getrennt. Wer lieber den Duft der Grachten in der Nase hat, wohnt in der City zu Zimmerpreisen, die mindestens doppelt so hoch sind. Romantischer Wasserblick kostet extra.

Uns hat diese Hotel-Lyrik neugierig gemacht. Und wir haben bei HRS weitere Beispiele gefunden. So führt das Angebot „Neueröffnung in Zürich: The Flag, künstlerisches Design für zwei“ zu einem Haus im Stadtteil Altstetten, etwa sechs Kilometer von der City entfernt. Der „Deal“ bietet das Doppelzimmer für 59 Euro an statt für 173 Euro. Wow! Das ist eine Ersparnis. Doch auch hier wirkt HRS-Fantasie. Eigenmächtig vergibt man dem – tatsächlich smart gemachten – Apartment-Hotel drei Sterne. Auf der Website des Betreibers heißt es: „Hotelleriesuisse hat The Flag mit zwei Sternen ausgezeichnet.“ Dafür kann man selbst im teuren Zürich kaum 173 Euro pro Nacht verlangen. Ein ebenfalls mit zwei Sternen klassifiziertes „Ibis“ vermietet Doppelzimmer ab 67 Euro. So viel also zur Behauptung, man spare mehr als 60 Prozent.

Marceau_Bastille_Preise_pushresetStimmiger ist die Beschreibung des „Hotel Marceau Bastille“ in Paris. „Erleben Sie Pariser Charme und entdecken Sie das historische Gebäude“, heißt es etwas kryptisch. Tatsächlich befindet sich das Hotel in einem schön renovierten Haus aus dem 19. Jahrhundert (wie man das nur entdecken soll?). Und auch der Preis stimmt. Für 99 Euro pro Nacht inklusive Frühstück bekommt man viel Hotel für sein Geld. Allerdings spart man weit weniger als HRS behauptet. Im Deal heißt es, das Zimmer koste normalerweise 199 Euro. Laut Hotelwebsite (siehe Screenshot) beträgt aber die „best available rate“ 185 Euro, die „best rate“ 155 Euro, die „early booking offer“ nur 145 Euro. Und wer die internationalen Hotelbuchungssites von trivago bis onhotels durchwühlt, kriegt das Doppelzimmer mehrfach für rund 100 Euro angeboten.

Es ist nicht ganz klar, was sich HRS von solchen, zumindest übertriebenen Anpreisungen verspricht. Wer ein Hotel mit „Wasserblick“ bucht und weit außerhalb der Stadt in einem Business-Komplex landet, wird doch genau so enttäuscht sein, wie jemand, dem man eine falsche Ersparnis vorgaukelt oder mehr Sterne als ein Haus tatsächlich hat. Völlig unabhängig davon, ob das Preis-Leistungs-Verhältnis eigentlich gut ist, erzeugt man so doch vor allem Frust. Und Misstrauen gegenüber dem Anbieter.

Hoteliers fühlen sich von falschen, bzw. unaufrichtigen oder gar epresserischen Gäste-Bewertungen angegriffen. Wir Gäste verlangen mehr Fairness von den Portalen, die eigenmächtig Sterne vergeben, Preis-Unterschiede übertreiben und Hotel-Lyrik publizieren. In der Paar-Therapie würde man sagen: „Wir müssen miteinander reden.“

  1. Bei den Flächendeckenden Tarifverträge kann ich bei dem Wettbewerb ,keine
    Commission bezahlen. Die muss der Gast bei H R S zahlen.
    FRITZ HILGERS DESIGN HOTEL EIFEL 53879 Euskirchen tel 02251 3311.

    19. Juli 2013
    • Sehr geehrter Fritz Hilgers,
      vielen Dank für den Kommentar, den wir leider nicht ganz verstehen. Interessant finden wir aber, dass Sie offen zur Buchung über die Hotelwebsite aufrufen. Auf das Thema würden wir gern eingehen. Wir melden uns bei Ihnen.
      Herzliche Grüße
      Susanne&Dirk

      26. Juli 2013
  2. den.o@me.com #

    sorry, aber irgendwie müssen Sie doch recht beschränkt sein. ich hab mir das hotel mal bei hrs. angeschaut und man erkennt doch auf anhieb, dass es sich dabei um ein geschäftshotel in der industriezone handelt! ganz im ernst: Ihre texte zeugt auch nicht wirklich von einem überaus reichen wortschatz. Ihre einträge klingen „ich“ verliebt und rechthaberisch. persönlich möchte ich in Ihnen in meinem urlaub nicht in einem hotel begegnen. die sorte gast kann nicht nur für den gastgeber, sondern vor allem für andere gäste sehr anstrengend sein!

    19. Juli 2013
    • Sehr geehrter Den.O,
      danke für den bösen Kommentar. Dass Ihnen der Text nicht gefällt, ist schade. Dass die im Text beanstandeten Falschdarstellungen dennoch falsche Darstellungen sind, bleibt davon unbenommen. Wir beklagen nicht, dass das Hotel in einem Business-Park (kein Industrie-Gebiet!) liegt. Im Gegenteil, im Text wird es dargestellt als ein „solide gemachtes, schickes Hotel“ zu einem „unschlagbar günstigen Preis“. Wir loben sogar, dass das Hotel weniger mit sich angibt als die HRS-Website.

      Aus unserer Perspektive aber, und wir argumentieren aus der Perspektive des Reisenden, ist es nicht in Ordnung, dass HRS in der Darstellung des Hotels den Eindruck erzeugt, es biete Grachten-Blick. Dass man einem anderen Hotel einen Stern mehr gibt als dessen Betreiber kommuniziert. Dass man Ersparnisse darstellt, die es in der Höhe nicht gibt. Das hat mit Rechthaberei nichts zu tun.

      Wir akzeptieren allerdings, dass Sie uns nicht begegnen wollen. Und seien Sie unbesorgt: 80 Millionen Menschen leben in Deutschland, da ist die Wahrscheinlichkeit eines Zufallstreffen in einer Hotel-Lobby nicht sehr hoch. Sollte es dennoch dazu kommen, laden wir Sie gern zu einem Bier ein. Versprochen!
      Herzliche Grüße
      Susanne&Dirk

      19. Juli 2013
  3. Schöner Beitrag und wenn es sich bei den Beschreibungen um die Deal-Beschreibung handelt, kommen diese sicherlich von HRS. Die „normalen“ Hotelbeschreibungen stammen von den Hotels selbst.
    Was die Deals angeht, so können Sie davon ausgehen, dass diese Preise immer schön gerechnet werden und nicht jeder Deal ist ein guter Deal. Hotels in Top-Lage und mit guter Ausstattung bekommt auch eher selten. Hotels, die etwas auf sich halten, verramschen ihre Zimmer ohnehin nicht zum halben Preis. Aber das ist eine andere Geschichte.

    Auf jeden Fall ein guter Beitrag, der sehr aufklärend ist und den ein oder anderen dazu veranlasst, sich einen Deal genauer anzuschauen, was ich als Hotelier auch nur empfehlen kann.

    19. Juli 2013
    • Lieber Olaf Dierich,
      danke für den Kommentar. Und noch mehr für das darin enthaltene Learning. Denn dass die eine Hotelbeschreibung vom Hotel selbst kommt, die andere vom Buchungsportal, war uns so nicht klar. Wir sind ja bloß „Endverbraucher“, man könnte auch sagen: Reisende…

      Interessiert hat uns das Thema vor allem, weil man bei vielen HRS-Deals eigentlich ein gutes Geschäft macht, es wäre gar nicht nötig, die Hotels so teilweise falsch nach vorne zu texten.
      Herzliche Grüße
      Susanne&Dirk

      19. Juli 2013
      • Ja, mit den Text ist das so eine Sache. An den Texten sitzen in der Regel Produktmanager, die den ganzen Tag nichts anderes machen, als schöne Texte zu schreiben und die Bilder auszuwählen. Oftmals ist es auch so, dass das Hotel da gar nicht so viel Mitspracherecht hat und von daher ist dem Hotel kein Vorwurf zu machen. Ausser vielleicht, dass sie die Preise in den Keller treiben :-).

        Eure Antwort zu Herrn Den.O. war übrigens genau die richtige Reaktion.

        19. Juli 2013
  4. RogerB #

    Also bitte, als Zürcher der im Ausland lebt, wundere ich mich schon sehr, wie ihr darauf kommt, dass das Ibis Hotel in Zürich EUR 67.00 kosten soll… Das ist nur sehr sehr selten der Fall… Meine „Heimatstadt“ ist nun einmal teuer und da ist ein Zimmerpreis von EUR 59.00 definitiv ein Schnäppchen. Auf Bewertungen von Hotelleriesuisse für Hotels, die neu eröffnen, würde ich einen Pfifferling geben. Zudem sollte man die Zimmer vergleichen. Ibis ist nicht gleich The Flag.

    Neue Hotels haben normalerweise keine offiziellen Sterneklassifizierungen.

    Zur Lage des Hotels. Die Baslerstrasse, an welcher dieses liegt, ist sicher bedeutend zentraler gelegen als das Ibis Hotel Messe, welches ihr wohl für Eure Recherche genommen habt. Zudem gehört Zrh-Altstetten nun einmal einfach zu Zürich City.

    19. Juli 2013
    • Lieber RogerB,
      danke für den Kommentar. Nur zur Info: Das Ibis haben wir über Trivago angefragt. Aber selbst bei Ibis.com kostet das Doppelzimmer für ein Wochenende im August im Tarif „Happy“ (nicht umbuchbar, nicht stornierbar, ohne Frühstück, aber mit Wlan und neuem, innovativen Bettenkonzept „Sweet Bed“) für zwei Nächte: 127,80 Euro. (Uff, sogar vier Euro weniger pro Nacht als gestern!)

      Wir finden übrigens auch, dass 59 Euro ein guter Preis ist für The Flag. Und wir freuen uns schon darauf, in dem sehr schick gemachten Boarding-House zu wohnen. Dass es als solches von der Hotelklassifizierung nicht richtig erfasst wird, stimmt. Aber entweder verwendet HRS die offizielle Sterne-Angabe oder eine eigene Bewertung, die dann aber auch kenntlich gemacht werden sollte.

      Und, jetzt mal im Ernst: Ist Altstetten nicht genau so Zürich City wie Altona Teil der Hamburger Innenstadt?
      Herzliche Grüße aus Hamburg
      Susanne&Dirk

      19. Juli 2013
  5. Bei Ibis sollte man beachten, dass sie (zumindest in einigen Hotels, ich bin unsicher, ob sie es durchgehend machen) mit dynamischen Preisen arbeiten, die sich je nach aktuelle Belegung kräftig unterscheiden können. So habe ich in München Westend übers Wochende für 65 Euro pro Nacht übernachtet—mit Doppelzimmer für einen (!) Euro mehr. Ich habe dort aber auch Preise von 90 Euro pro Nacht im Einzelzimmer gesehen, selbst ausserhalb der Messezeiten. (Bei Messen sind die Preise natürlich bei den meisten Hotels gelinde gesagt abschreckend.)

    19. Juli 2013
    • Hallo Herr Eriksson,
      danke für den Kommentar. Ja, auch wir mussten mehrfach feststellen, wie sehr sich die Übernachtungspreise bei Ibis-Hotels ändern. In Hamburg gibt es ein Haus, bei dem eine elektronische Zimmerpreis-Anzeige angebracht wurde, wie bei einer Tankstelle ändern sich da die Preise, in wenig ausgelasteten Zeiten kriegt man ab 59 Euro ein Bett, ist die Nachfrage groß, stehen da auch mal zwei Neunen. Für unseren Preisvergleich des Ibis Zürich mit The Flag haben wir dasselbe August-Wochenende herangezogen.
      Herzliche Grüße
      Susanne&Dirk

      26. Juli 2013
  6. H. Scharfenort #

    Hallo Allerseits,
    auf die einzelnen Hotelbeschreibungen möchte ich hier gar nicht eingehen. Grundsätzlich haben die Buchungsportale nur ein Ziel. Möglichst viele Konsumenten zu bewegen, dass sie auf deren Portal und nicht auf der Hotelhomepage buchen. Für jeden Umsatz der über ein Portal gemacht wird, bezahlen die Hotels zwischen 15% bis 25% Provision.

    Dabei nutzen die Portale alle legalen Mittel, aber auch alle Mittel die zwar nicht illegal, aber gegenüber dem Konsumenten nicht wirklich fair sind. Beschreibungen werden besonders aufgehübscht oder sind mehrdeutig verständlich.

    Da diese Portale inzwischen eine enorme Marktmacht haben, sind die Hotels regelrecht abhängig geworden. Ohne enorme Umsatzeinbußen hinzunehmen, können Hotels nicht auf eine Zusammenarbeit mit den Portalen verzichten. Das liegt natürlich daran, das zahlreiche Konsumenten lieber über die Portale buchen, als direkt beim Hotel. Natürlich ist die Buchung über ein Portal schneller und bequemer, aber am Ende können die Gäste nicht sicher sein, ob Sie für Ihr Geld auch das bekommen, was sie erwarten.

    Ich kann nur Empfehlen sich im Internet über Hotel zu informieren, aber dann im Hotel zu buchen. Es ist zwar etwas zeitaufwendiger, aber dafür können Sie sicher sein, das zu bekommen was Sie wünschen.

    Nachdem ich selber über 20 Jahre in der Hotellerie zu tun hatte, entwickel ich nun selber ein eigenes Hotelportal „only good hotels“ auf denen Konsumenten Hotels nach Ihren individuellen Bedürfnissen finden und wo es um Sein und nicht um möglichst viel Schein geht. Wir werden erst im Spätsommer online gehen, aber wer bereits interessiert ist, kann uns auf Facebook besuchen. https://www.facebook.com/onlygoodhotels

    Das push:reset solche Informationen veröffentlicht finde ich sehr gut und kann ich nur unterstützen.

    25. Juli 2013
  7. Liebe/lieber H. Scharfenort,
    auch wir sehen, wie sehr die Hotels in einem Dilemma stecken. Und auch wir bedauern manchmal die Marktmacht der Portale, überhaupt die Macht all derer, die mitverdienen an einer Übernachtung, und die nicht selten so tun, als handelten sie in einem höheren Auftrag.

    Der Gast „will“ eigentlich nicht per se über ein Reservierungssystem buchen. Doch es bleibt ihm oft keine Wahl. Denn viele – wir möchten behaupten: die meisten – Hotels, verlangen auf ihrer eigenen Website einen höheren Preis als über Booking, HRS und wie sie alle heißen.

    Wir prüfen grundsätzlich die Zimmerpreise auch auf der Hotel-Site. Nur wenn man bei einer größeren Kette bucht, findet man da dieselbe Rate wie in den Portalen. Wir schreiben die Häuser meist an und machen sie auf die Diskrepanz aufmerksam. Doch unverständlicherweise bietet uns nur selten ein Hotel dann den gleichen Tarif an.

    Es geht nicht darum, einen Nachlass auszuhandeln, frei nach dem Motto, an das Buchungsportal müsst ihr auch zehn oder mehr Prozent abführen, warum teilen wir uns die nicht. Es geht um denselben Preis. Hier müssen viele Hoteliers und ihre Teams umdenken. Sonst wird es nicht gelingen, den Buchungs-Traffic wieder zurück zu gewinnen.

    Ihr Projekt klingt übrigens sehr interessant.
    Herzliche Grüße
    Susanne&Dirk

    26. Juli 2013
    • H. Scharfenort #

      Hallo push:reset,

      ja das stimmt. Zum Teil sind die Hotels selber Schuld an dem Dilemma.

      Die Zimmer dürften zumindest nicht über den Portalpreis liegen. Darunter geht es nicht weil auch dort die Portale den Hotels klare Vorgaben machen. Wird aber gerade vom Kartellamt geprüft.
      Höhere Preise wären nur möglich wenn der Verbraucher bei der direkten Buchung einen garantierten Nutzen erhält, den Ihn die Portale nicht anbieten können, zum Beispiel ist bekomme das Zimmer garantiert, welche sich über 100% nach meinen Bedürfnissen richtet.
      (z.Bsp.: Best Ager mit Allergiker oder Familie mit Hund)

      Gruß Helmut

      26. Juli 2013
      • Lieber Helmut Scharfenort,
        dass das Kartellamt gegenüber der Bestpreis-Garantie skeptisch ist, haben wir auch gelesen. Es wäre wünschenswert, wenn die Hotels mehr Freiheiten hätten als zur Zeit.

        Und doch sind die Häuser in der Pflicht. Schließlich sind die den Pakt mit dem Teufel (okay, kleine Übertreibung hier) eingegangen. Wenn die Hoteliers den Traffic zurück haben wollen, müssen sie ihren Gästen einen Anreiz bieten, etwa ein Upgrade zur höheren Zimmer-Kategorie, eine Flasche Champagner, einen Hotel-Shuttle vom Flughafen…

        Es muss einen richtigen Anreiz geben, erst dann werden die Gäste ihr Verhalten ändern.

        Über so eine Initiative würden wir gern berichten.
        Herzliche Grüße
        Susanne&Dirk

        30. Juli 2013
      • H. Scharfenort #

        Hallo pushandreset,

        Ihr habt nicht übertrieben, ist kommt einem Pakt mit dem Teufel schon sehr nahe.
        Vorteil für die Hotels ist, die enorme Kundenreichweitte und für den Konsumenten eine sehr schnelle Buchbarkeit.

        Nachteile sind eine die große Abhängigkeit, dass heiß keine eigene Preis- und Verfügbarkeitspolitik und der Konsument erhält nur geschönte Hotels von der Stange.
        Mit dem Anreiz habt Ihr total Recht. Die Hotels müssen sich wieder verstärkt nach den individuellen Bedürfnisse Ihrer Gäste richten und sich nur so präsentieren, dass beim Gast keine falschen Erwartungen geweckt werden.

        Wie bereits erwähnt, entwickel ich gerade eine entsprechende Hotelplattform, auf denen Konsumenten Ihre maßgeschneiderten Hotels nach den individuellen Bedürfnissen finden. Die teilnehmenden Hotel müssen dabei Mindestanforderungen erfüllen, damit der Gast sich auf grundlegende Leistungen, je nach Bedürfniss verlassen kann und Bilder sowie Text sollen zwar ansprechend geschrieben werden, aber mehr auf Sein statt auf Schein ausgerichtet sein.

        Es geht um Fairness!

        Gruß Helmut

        31. Juli 2013
  8. Hallo Susanne und Dirk

    Ich war zufälligerweise an der Eröffnung des „The Flag“ mit dabei und kenne auch das Ibis. Die beiden Angebote unterscheiden sich doch erheblich. Das The Flag ist ein sehr schön gestaltetes Aparthotel (hat meine Erwartungen deutlich übertroffen) mit kleinem Küchenbereich etc., dass explizit auf Businesskunden ausgerichtet ist. Ich persönlich finde die Preissetzung auch eher hoch, denke aber, dass sich dies nach der Eröffnung (erste Gäste kommen erst ab Mitte August) einpendeln wird. Spannend werden die Preise aber bei den Wochen- oder sogar Monatsangeboten –> da eben speziell auf länger bleibende Businesskunden ausgerichtet.

    Ansonsten kann ich nicht viel dazu sagen, da ich die HRS-Seite noch kein einziges Mal angeschaut habe 🙂

    30. Juli 2013
    • Liebe Anita,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Wir wissen selbstverständlich auch, dass ein „Ibis“ und „The Flag“ nicht wirklich das gleiche sind. Uns ging es um den Vergleich der Kategorisierung. Wir bezweifeln, dass man außerhalb von Messe-Zeiten für ein 2-Sterne-Hotel 173 Euro pro Nacht verlangen kann. Noch weniger, wenn das Haus auf länger bleibende Geschäftsreisende ausgerichtet ist. HRS stellt aber in den Deals eine solche Ersparnis dar.

      Aber wieso kommt eine Züricher Bloggerin „zufälligerweise“ zu einer Hotel-Eröffnung? Und willst du darüber schreiben?
      Herzliche Grüße
      Susanne&Dirk

      30. Juli 2013
  9. Zufälligerweise daher, da ich eigentlich selten an so Anlässen anzutreffen bin (und übrigens, das heisst „Zürcher“ – das i weglassen ;)) und auch nicht über solche Anlässe berichte.

    30. Juli 2013
    • Liebe Anita,
      das ist aber eine sehr geschickte Fast-Antwort 😉 Und danke für das Learning. Wir wussten zwar, dass es Zürcher und Zürcherin heißt, aber nicht mehr, dass es auch Zürcher Bloggerin heißen muss. Dabei, klar, Zürcher Zeitung….
      Beim nächsten Mal.
      Gruß aus dem machmal doch sehr hochdeutschen Norden
      Susanne&Dirk

      30. Juli 2013

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: