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Wenn drei Stunden Happy Hour zu kurz sind

Alitalia_Happy_Hour_pushresetIm vergangenen Jahr sind wir mit Alitalia von Delhi nach Buenos Aires geflogen. Es war ein günstiger und verhältnismäßig kurzer Flug, wir mussten zwei Mal – in Mailand und in Rom – umsteigen und waren rund 28 Stunden unterwegs. Nur Qatar Airways boten eine bessere Verbindung an, einmal umsteigen, rund 24 Stunden Flugzeit. Doch weil die Tickets pro Person rund 300 Euro mehr kosten sollten, flogen wir italienisch. Seither erhalten wir per E-Mail immer die Aktionsangebote von Alitalia. Heute landete um 9:02 Uhr die „Happy Hour Offer“ im Postfach. Von 12 bis 15 Uhr, so hieß es, sollen wir uns nix vornehmen, denn da gebe es im Netz die „most discounted fares“. Wer online bucht, erhält einen Rabatt von 15 Prozent auf die Flugbuchung.

Nicht schlecht, denken wir. Und wollen uns am frühen Nachmittag an die Buchung machen. Vorsichtshalber noch einmal die „Terms and Conditions“ gelesen: Ausgenommen sind Flüge in die USA, nach Kanada, Frankreich und in die Niederlande, gereist werden muss zwischen dem 15. April und dem 30. Juni. Perfekt, wollen wir doch im Mai nach Delhi. Daten eingegeben, Suchmaschine rödelt, Ergebnisse werden angezeigt: 1502 Euro kosten demnach zwei Tickets in der günstigsten Zeit, abzüglich der 15 Prozent: 1275 Euro, also 637 Euro pro Person. Kein schlechter Preis. Wir vergleichen ihn mit dem anderer Anbieter. Schon für 597 Euro pro Person, so Swoodoo, könne man mit Turkish Airlines nach Indien fliegen und schickt uns zur Buchung zu Elumbus. Der Anbieter meldet dann aber, „die Fluggesellschaft könne den Preis nicht bestätigen“. Elumbus bietet uns für 625 Euro einen Flug mit Aeroflot an. Das lassen wir aber lieber. Als wir zurück bei Swoodoo den nächsten Anbieter checken wollen, heißt es, unsere Sitzung sei abgelaufen.

Wir ziehen weiter zu Sta-Travel. Da können wir einen Studententarif von Emirates buchen, 659 Euro. Doch leider darf man für den maximal 31 Jahre alt sein. Das Ticket der Austrian Airlines dagegen soll 726 Euro kosten, ist dann nicht mehr verfügbar, 756 Euro kostet schließlich der nächstbillige Flug. Susanne sagt, dass das doch 150 Euro teurer sei als bei Alitalia. Ob es nicht Sinn mache, jetzt da zu buchen. Ich sage „sofort“ – was immer eher bedeutet: gleich, erst muss ich noch was anderes tun – und surfe zu Cheap Tickets. Da könnten wir mit Finnair (ist das nicht ein Riesenumweg von Hamburg über Helsinki nach Delhi?) angeblich für 619 Euro fliegen. Leider ist der Flug ausgebucht, obwohl es hieß, es seien noch mehr als 9 Plätze verfügbar (wieso eigentlich immer 9 Plätze?). Die Reise mit Turkish Airways kostet bei Cheap Tickets inzwischen 701 Euro.

Alitalia_Serverüberlastet_pushresetGut, dann also zurück zu Alitalia. Aber da ist die Session inzwischen auch abgelaufen. Und alle Versuche, den Server der Airline wieder zu erreichen, scheitern. Es heißt: „wir sind derzeit nicht in der Lage Ihre Anfrage zu erfüllen“ (Originalzitat inklusive aller Schreibfehler). Als es uns schließlich gelingt, bis zur Buchungsmaschine der Italiener vorzudringen, ist es zu spät. Vorbei sind die drei glücklichen Stunden. Und der Flug von Amburgo nach Delhi kostet wieder mindestens 750 Euro pro Person.

Mensch, kann das Leben manchmal mühselig sein.

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