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Norderney: Hotel Seesteg – Bühne frei für das Meer

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Kitschig? Live ist es kaum auszuhalten, so schön ist der Sonnenuntergang vor Norderney

Ein Reisebericht von Susanne Baade und Dirk Lehmann

„Unser Lied“, heißt es bei einigen Paaren, wenn sie einen bestimmten Song im Radio hören oder in einer Bar. Und sie werfen einander verliebte Weißt-du-noch-damals-Blicke zu. Bei anderen heißt es, „unser Film“ oder „unser Datum“. Und wir gehören zu denen, die sagen: „Unser Hotel.“ Es ist ein eigentlich unscheinbares Haus, das auf Norderney bis zu seinem Umbau als Lagerhalle diente. Auch die Adresse – Damenpfad 36 – wirkt nicht sehr vielversprechend, liegen doch Häuser mit guter Lage in einer Straße mit wahrlich großen Namen, in der Kaiserstraße. Doch das Hotel „Seesteg“ genießt das seltene Privileg, auf dem die Insel umgebenden Deich zu stehen. Und auch das macht das Haus zu einem in jeglicher Hinsicht überragenden.

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Am Wasser gebaut: Direkt am Nordseestrand steht das Hotel mit beheiztem Rooftoppool

Ein rotes Backsteingebäude, friesisch, gedrungen, als ducke es sich vor den Stürmen, die über die See kommen. Innen modern und weitläufig, mit behaglichen Sofas hinter großen Glasflächen. Antike Holztische, auf einem ein Computer, dahinter die Rezeptionistin. Eine freundliche Begrüßung, und dann werden wir ins Zimmer gebracht. Nummer 7 liegt in der ersten Etage. Eine kleine Küchenzeile, ein begehbarer Kleiderschrank. Ihm gegenüber ein modernes Bad in warmen Farben, zwei Waschbecken, Dusche und Badewanne. Von einer großen Glasscheibe abgetrennt, öffnet sich der Wohnraum mit Bett und Sofa und einer bodentiefen, sechs Meter langen Fensterfront. Dahinter, in Cinemascope, das Meer. Besonders im Winter mag man stundenlang zuschauen, wie der Schnee über den Strand treibt. Die Wellen schäumen. Regen klatscht gegen das Glas. Die Sonne versinkt in einem Blau, das nicht von dieser Welt zu sein scheint.

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Spaziergang in die Nachbarschaft: Ebenfalls auf dem Deich liegt das Café Marienhöhe

Der Seesteg ist ein wunderbares Hotel für Paare. Erst recht im Februar, wenn die Stürme jeden Spaziergang auf wenige Minuten reduzieren. Wenn man viel Zeit hat, miteinander zu sein. Zu reden. Zu lesen. Zu träumen. Unzählige Fotos zu machen. Und wir freuen uns darauf, im beheizten Rooftoppool gegen die Winde anzukraulen. In der intimen Sauna zu schwitzen. Oder etwas zu tun, was einem inzwischen so verdammt altmodisch vorkommt – beim Frühstück sich gegenseitig aus der Sonntagszeitung vorzulesen. Noch vor der Abreise nehmen wir uns deshalb jedes Jahr vor, auch im nächsten Jahr zu sparen, um wieder in „unser Hotel“ zu fahren.

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Rückzugsort für Paare: Der Seesteg, einst Lagerhalle, heute stilvolles Refugium

Was uns gefällt

Sie sagt: Für mich beginnt die Auszeit bereits mit der Fährfahrt. Auf dem Schiff bestelle ich zwei Jever und zwei Kümmerling, dann stoßen wir an und sehen hinaus aufs graue Meer. Dem bleibt man im Seesteg nah, das Rauschen beruhigt, trägt einen davon und es gibt nichts mehr zu tun, als sich an diesem zauberhaften Hotel zu erfreuen. Ein besonderer Luxus.

Er sagt: Ein großes kleines Haus an einem perfekten Ort. Sehr persönlicher Service, nur wenige Zimmer, jedes mit Fenster zum Meer. Dass die Küche des inzwischen ausgezeichneten Restaurants mit großer Finesse regionale Produkte zubereitet, macht den Seesteg fast unerträglich attraktiv.

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Bad und Aussicht: Wanne mit Panoramafenster und Pool auf dem Dach

Hotel Seesteg, Damenpfad 36, 26548 Norderney, Tel. 04932-893600, www.seesteg-norderney.de

  1. Ein wunderbarer Rückzugsort. Danke für diesen Artikel.

    5. September 2013
    • Liebe Heidi Weiss,
      danke für den Kommentar. Freut uns immer, wenn auch andere die Orte mögen, an denen wir uns wohl gefühlt haben.
      Herzliche Grüße
      Susanne&Dirk

      5. September 2013

Trackbacks & Pingbacks

  1. Ausgecheckt! Die Hotel-Kolumne auf Spiegel Online | push:reset

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